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Stillstand oder Reifeprozess?

Aktualisiert: vor 3 Stunden

Häufig verwechseln wir einen Reifeprozess mit einem Stillstand. Denn gefühlt können sich beide Zustände sehr ähnlich anfühlen. Für uns Menschen ist es deshalb manchmal schwer, bewusst zu erkennen, ob wir gerade wirklich feststecken oder ob im Hintergrund bereits etwas Neues heranreift.


Gerade wenn wir keine Abfragetechnik besitzen, ist diese Unterscheidung nicht immer einfach. In meiner täglichen Praxis erlebe ich immer wieder, wie häufig Stillstand und Reifeprozess miteinander verwechselt werden.


Wenn du dich gerade in einer solchen Phase befindest, kannst du eine einfache Übung machen.

Fühle zunächst ganz bewusst in deinen Magen hinein und frage:


„Liebes Höheres Selbst, befinde ich mich gerade in einem Stillstand?“

Nimm dir einen Moment Zeit und beobachte, wie dein Körper auf diese Frage reagiert.


Anschließend fühlst du erneut bewusst in deinen Magen und fragst:


„Liebes Höheres Selbst, befinde ich mich gerade in einem Reifeprozess?“

Was sagt dir dein Bauchgefühl? Kannst du einen Unterschied wahrnehmen?


Achte besonders darauf, bei welcher der beiden Fragen sich dein Magen entspannt und ein ruhigeres, stimmigeres Gefühl entsteht. Nach meiner Erfahrung zeigt dir diese Reaktion, welche Antwort für dich richtig ist.


Wenn du bereits Techniken zum Auspendeln oder Abfragen kennst, kannst du natürlich auch diese nutzen.


Mir selbst hat es in der Vergangenheit sehr geholfen zu wissen, in welchem Prozess ich mich gerade befinde. Wenn ich erkannt habe, dass es sich um einen Reifeprozess handelt, konnte ich diese Zeit wesentlich besser annehmen. Auch meine innere Unruhe konnte ich dadurch besser verstehen und einordnen.


Denn genau darin liegt manchmal die Schwierigkeit: Sowohl in einem Stillstand als auch in einem Reifeprozess können wir uns unruhig, ungeduldig oder sogar getrieben fühlen. Wir haben das Gefühl, dass endlich etwas geschehen müsste, und sehen dabei vielleicht noch gar nicht, was sich im Hintergrund bereits entwickelt.


Ein Reifeprozess bedeutet jedoch nicht, dass nichts geschieht.

Im Gegenteil: Etwas darf sich entwickeln, festigen und zur richtigen Zeit bereit sein.

Deshalb sollten wir lernen, auch diese Zeiten anzunehmen und im besten Fall sogar zu genießen. Denn nicht jede Phase unseres Lebens verlangt von uns, dass wir handeln, verändern oder vorwärtsdrängen.


Manchmal besteht unsere Aufgabe einfach darin, dem, was gerade entsteht, die notwendige Zeit zum Reifen zu geben.


Reifeprozesse sollten wir genießen. Denn aus Genuss kann nur Gutes entstehen.

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