Empfangen oder suchen? Zwei völlig verschiedene Frequenzen
Aktualisiert: 8. Sept.
Kennst du das? Du wünschst dir etwas so sehr. Vielleicht eine Liebe, die dich wirklich sieht. Vielleicht endlich die Arbeit, die zu dir passt. Vielleicht ein Zuhause, in dem dein Herz zur Ruhe kommt. Und weil es dir so wichtig ist, fängst du an zu suchen. Du suchst am Morgen, du suchst am Abend, du schaust in Portale, du fragst herum, du drehst dich im Kopf im Kreis und liegst nachts wach und rechnest hin und her, wie es doch noch klappen könnte.
Und je länger du suchst, desto enger wird es in dir.
Ich kann dir sagen: In dieser Enge wirst du es nicht finden.
Jedes Wort trägt eine Schwingung
Worte tragen eine Stimmung, und die überträgt sich. Liebe, Freude, Vertrauen und Dankbarkeit heben uns. Angst, Mangel, Druck und Verbissenheit ziehen uns herunter. Ein Wort ist eben nicht nur ein Wort. Ein Wort ist ein Ton, den du in die Welt sendest.
Über die Macht der Worte habe ich ausführlich in meinem Buch »Himmlisch geführt, dein spiritueller Ratgeber mit Impulsen und Übungen für jeden Tag« geschrieben. Wenn dich dieses Thema packt, findest du dort viel mehr dazu, wie sehr unsere Sprache unser Leben formt.
Und genauso ist es mit unserer inneren Haltung. »Ich suche« und »ich empfange« sind nicht einfach zwei verschiedene Formulierungen für dieselbe Sache. Es sind zwei völlig verschiedene Frequenzen.
Warum das verbissene Suchen so selten ans Ziel führt
Schau dir das verbissene Suchen einmal in Ruhe an. Was steckt eigentlich darin? Meistens ein leiser Satz im Hintergrund, der heißt: »Ich habe es nicht.« Manchmal auch: »Ich bekomme es sowieso nicht.« Das Suchen entsteht ganz oft aus dem Mangel heraus, und deshalb führt es auch selten ans Ziel. Es führt in den Frust. In die Erschöpfung. In dieses zähe Gefühl, dass sich einfach nichts bewegt.
Und aus genau dieser Energie heraus können wir nicht empfangen, was von himmlischer Seite längst für uns vorgesehen ist.
Nicht, weil der Himmel es uns vorenthalten würde. Ganz sicher nicht. Sondern weil wir in diesem Moment schlicht auf einem anderen Kanal senden. Stell es dir vor wie ein Radio. Oben wird gesendet, wunderschöne Musik, extra für dich. Und du hast dein Gerät auf eine Frequenz eingestellt, auf der nur Rauschen ankommt. Die Musik ist trotzdem da. Du hörst sie nur nicht.
Was Empfangen wirklich bedeutet
Empfangen heißt nicht, sich hinzusetzen und gar nichts mehr zu tun. Das wird oft verwechselt. Empfangen heißt: Du sprichst deinen Wunsch aus, klar und liebevoll, du legst ihn in die Hände der geistigen Welt, und dann bleibst du offen.
Offen für den Weg, den du dir noch gar nicht ausmalen kannst.
Denn genau das ist der Punkt. Wenn du verbissen suchst, suchst du immer nach der einen Lösung, die dein Kopf sich zurechtgelegt hat. Diese eine Wohnung. Dieser eine Mensch. Dieser eine Weg. Und während du dorthin starrst, geht rechts und links vielleicht schon längst eine Tür auf, die du überhaupt nicht siehst.
Im Empfangsmodus bekommst du oft nicht das, was du dir vorgestellt hast. Du bekommst das, was deinem Lebensweg entspricht. Und das ist in aller Regel stimmiger, größer und liebevoller, als du es dir selbst hättest ausdenken können.
Was für ein Unterschied!
So kommst du in den Empfangsmodus
Es ist einfacher, als du denkst. Und es beginnt immer im Herzen, nicht im Kopf.
Sprich deinen Wunsch aus. Einmal, in Ruhe, in deinen eigenen Worten. Du darfst dabei ruhig ganz konkret sein, denn dein Wunsch darf gehört werden.
Und dann lass ihn los. Nicht wegwerfen, nicht aufgeben, sondern loslassen wie einen Luftballon, den du steigen lässt, weil du weißt, dass er ankommt.
Bleib danach wach für die kleinen Impulse. Der Anruf, an den du plötzlich denkst. Der Weg, den du heute einmal anders gehen möchtest. Das Buch, das dir jemand in die Hand drückt. Das ist die Sprache der geistigen Welt. Sie ist leise, aber sie ist zuverlässig. Und du wirst sie nur hören, wenn in dir Raum dafür ist.
Und wenn du merkst, dass die Verbissenheit wieder kommt, und sie kommt bei uns allen wieder, dann leg einfach deine Hand auf dein Herz und sag dir innerlich:
»Ich bin bereit zu empfangen, was für mich bestimmt ist.«
Spüre nach, was dieser Satz in dir verändert. Meistens wird es im Brustkorb weiter. Warm. Weich. Genau das ist die Frequenz, in der es ankommen darf.
Eine Frage zum Nachspüren
Wo suchst du gerade verbissen?
Nimm dir dafür heute Abend fünf Minuten. Ganz ehrlich, ohne dich zu bewerten. Und dann frag dich: Wie würde es sich anfühlen, wenn ich an dieser einen Stelle vom Suchen ins Empfangen wechsle?
Du musst dein Glück nicht jagen. Du darfst dich dafür öffnen.
Hab Mut, schreite vorwärts.
Von Herzen, deine Sigrun






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